Schweizreise vom 29.5. – 3.6.17

Nach acht Jahren war es wieder soweit: Wir machten uns Ende Mai für eine Woche auf den Weg nach Wattwil im Kanton St. Gallen/Schweiz – natürlich mit dem Bus! Der dortige Chor „cantacanti“ besteht aus ca. 40 Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren – für uns also eine durchaus bekannte Struktur. Auch der neue Leiter David Müller zeigte sich zu unserer großen Freude sehr interessiert am 2009 mit Max Aeberli begonnenen Austauschprogramm und hatte sich gleich für den ersten Tag ein ausgesprochen alpines Programm überlegt. Bei herrlichstem Wetter ging es mitten hinein in die Berge – unser schicker blaugelber Autokraft-Bus wurde richtig zur „Bergziege“. Es folgte eine Wanderung mit – nach unseren Maßstäben – beträchtlichem Höhenunterschied auf einem Weg, der mit reizvollen Klanginstallationen zum Aktivwerden ausgestattet war. Irgendwann, kamen dann auch die letzten an der Tal (ja, Tal)-station Iltios an und wurden (wirklich sehr aufmerksam) mit dem Lied „Come all who thirst“ empfangen. Es ging dann mit der Kabinenseilbahn bis auf 2200 Meter, den Gipfel des Chäserrugg, hinauf. Man kann, nun ja, auch das natürlich noch zu Fuß bewältigen – egal: oben erwartete uns eine Bergstation, die tatsächlich von denselben Architekten (Herzog/de Meuron) gebaut worden war wie die Elbphilharmonie. Selbstverständlich begab sich der Chor bei angenehm frischen 12 Grad auf ein Schneefeld, um dort die vermutlich „höchsten“ Gesänge in der fast 40jährigen Chorgeschichte zum Besten zu geben. Alles in allem: Nach diesem Tag wussten wir wahrlich, was wir getan hatten.

Am nächsten Tag ging es nach Rapperswil, wo hoch über dem Zürichsee ein Schloss – nein, eine Burg! – thront. Wir erfuhren viel Interessantes in einem ausgesprochen lebendig und spannend gehaltenen Vortrag: „man konnte nicht nicht zuhören“, so ein Chormitglied. Es folgte am Abend ein Konzert im Rittersaal ganz oben, mit tollem Blick über den See. Das Fitnessprogramm gab es inklusive: die Podeste mussten vom unten und auf der anderen Seite des Marktplatzes stehenden Bus über viele (viele!) Treppen bis eben in diesen Saal gebracht werden.

Ein Besuch des Klosters Einsiedeln, insbesondere dort der beeindruckenden Bibliothek, stand am Folgetag auf dem Programm; vorher wurde auf vielfachen Wunsch noch einmal Halt in dem wirklich sehr malerischen Rapperswil gemacht. Und schon nahte der Konzerttag – nicht ohne allerdings, wiederum auf vielfachen Wunsch, am Vormittag eine weitere Bergwanderung zu absolvieren, diesmal in der Gegend von Appenzell. Fitnessprogramm die dritte!

Das Konzert fand dann in der katholischen Kirche Wattwil statt. „Europa – klingende Vielfalt“ hieß unser Programm., selbstverständlich auch mit englischen und schweizerischen Anteilen. Unsere Versuche in letzterer Richtung wurde von unseren Schweizer Freunden wohlwollend toleriert; ansonsten waren wir tatsächlich in Deutsch (auch Platt!), Englisch, Französisch, Italienisch, Ungarisch und Schwedisch unterwegs. Solodarbietungen und kleine Vokalensembles beiderlei Geschlechts rundeten das Programm ab.

Nach dem „lustigen Abend“ im „Nats“ (Hotel und Restaurant genau gegenüber der Schule – das muss man auch erstmal haben!) ging es dann am nächsten Morgen wieder auf die 14stündige Rückfahrt. Ja, es ist eine lange Zeit im Bus – aber sie ist auch sehr kommunikativ, und man kommt zudem immer wieder in den Genuss spontaner musikalischer Darbietungen mit z.T. improvisierter Mehrstimmigkeit, wobei unsere Gastsängerin Jenessa aus den USA zu absoluter Hochform auflief.

Als allererstes geht nun ein großes Dankeschön an alle Chormitglieder, die mit ihrem Engagement ihr Teil dazu beigetragen haben, dass diese Fahrt zu einem sehr schönen und vielfach harmonischen Erlebnis wurde. Als Begleiter am Klavier und für manch andere Belange waren Frau Kursawe, Herr Andresen und Frau Vetter mit dabei. Komplett wurde unser Schweiz-Team mit unserem fantastischen, immer hilfsbereiten und freundlichen Busfahrer Fatmir, dem wirklich kein Schweizer Dorfgässli zu eng war und der spätestens jetzt komplett im Chor eingemeindet ist. An euch alle geht ein riesengroßer Dank für jegliche Form der Unterstützung. Es konnte nicht anders gehen!

Ebenso danken wir unseren Schweizer Chorfreunden von „cantacanti“ und den gastgebenden Eltern sehr für ihre überwältigende Gastfreundschaft.   Dem Chorleiter David Müller schließlich gebührt großer Dank für die vielen kreativen Ideen und die Organisation vor Ort sowie eben dafür, dass er den bestehenden Austausch und die Chorfreundschaft weiterführt. Dank ebenso an die „Kanti“ (Kantonsschule) Wattwil für die Ermöglichung des Austausches und die vielfache Unterstützung!

 

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Sommerkonzert in der Stormarnschule, 5.7.18

Ausschnitte aus dem Trittauer Kirchenmusik-Programm gab es einen Monat später, im letzten Konzert vor den Sommerferien, noch einmal im Eduard-Söring-Saal der Stormarnschule Ahrensburg zu hören. Wie immer gab es einige Verabschiedungen, von denen eine diesmal besonderer Erwähnung bedarf: Merlin Steuer hat während seines gesamten Studiums mit viel Engagement weiter aktiv am Chor teilgenommen – nicht nur singend, sondern auch mit vielen Ideen z.B. im Bereich der sozialen Medien. Nicht zuletzt der oben erwähnte, von ihm durchgeführte Tanzkurs beim Fehmarn-Wochenende wird lebhaft in Erinnerung bleiben. Danke, Merlin, für dein wirklich langjähriges zuverlässiges Engagement und deine vielen Anregungen; den Titel „senior choir member“ hast du dir wirklich verdient!

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Orgel plus in Hamburg und Trittau, 6. und 7.6.18

Auch im zweiten Halbjahr blieb die Kirchenmusik thematisch bestimmend, ebenso wie der Gedanke eines gemeinschaftlich durchgeführten Projekts. Unter dem Motto „Orgel plus“ hatte die Trittauer Kantorin Barbara Fischer ein Programm mit zumeist englischer bzw. englischsprachiger Musik konzipiert, in das ihr JONA-Jugendchor gemeinsam mit der Jugendkantorei Volksdorf unter Timo Rinke und uns eingebunden war. Im Programm spannte sich zum einen ein Bogen von der Renaissance (z.B.Tallis) bis zur heutigen Zeit (u.a. Rutter, Chilcott); zum anderen durfte in diesem Programm Leonard Bernstein nicht fehlen, der in diesem Jahr 100 geworden wäre. Aus seinen „Chichester Psalms“ sangen wir den 3. Satz „Adonai“. Das Programm wurde im Rahmen der renommierten Reihe „Stunde der Kirchenmusik“ in St. Petri Hamburg und am Folgetag in der Martin-Luther-Kirche Trittau aufgeführt. Wie immer war es sehr interessant , anregend und gleichzeitig der eigenen Positionsbestimmung dienlich, „über den Tellerrand zu schauen“ und andere Dirigenten und ihre Vorgehensweisen zu erleben.

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